Das Internationale Handelszentrum am Abend ist eine ortsspezifische Lecture-Performance von Anna Bromley im Foyer des Internationalen Handelszentrums (IHZ). Ausgehend von Archivalien aus dem Nachlass von Werner Schinko und Fritz Lange sowie Beständen des ifa-Institut für Auslandsbeziehungen, des Bundesarchivs und der Akademie der Künste verbindet Bromley historische Recherche mit autobiografischem Material.

Das 1978 eröffnete IHZ galt als Symbol der internationalen Öffnung der DDR: Westliche Unternehmen und DDR-Außenhandel arbeiteten hier unter einem Dach. Eine Aufgabe, die auch der Architektur des Gebäudes eingeschrieben ist, die als beliebtes Postkartenmotiv präsentiert wurde. Vor der im Foyer original erhaltenen Weltkarte von Klaus Wittkugel entfaltet die Performance die Beziehungen zwischen der DDR und Ländern in Nordafrika und Westasien in den 1970er und 1980er Jahren. Bromley verknüpft Künstler:innenreisen, Dokumente, Dias und Objekte zu einer Reflexion über die Rolle von Kunst im Spannungsfeld von Kulturpolitik, Außenhandel und internationalen Verflechtungen.

Die Lecture-Performance findet um 17:00 Uhr auf Deutsch und um 18:00 Uhr auf Englisch statt.

Ort: Foyer, Internationales Handelszentrum Berlin
IHZ-Hochhaus, Friedrichstraße 95, 10117 Berlin

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