Mit dem transdisziplinären Projekt Untie to Tie lädt die ifa-Galerie Berlin zu einem Diskurs über koloniale Vermächtnisse, Bewegung, Migration und Umwelt ein. Als ein Ort der Begegnung fungiert die ifa-Galerie Berlin als Plattform für subjektive Positionen und Strategien, die den Status quo und die Konstruktion einer normativen Universalität infrage stellen.

Der erste Programmschwerpunkt Über koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften (2017–2018) untersuchte die Auswirkungen kolonialer Strukturen, die seit jeher die modernen Gesellschaften formten und auch heute noch unsere globalen Realitäten und unseren Alltag beeinflussen.

Hier setzt das zweite Kapitel Movement.Bewegung an: Vielfalt und Pluralität werden als wesentliche Gestaltungsmerkmale verstanden, dank derer die Gegenwart als eine sich ständig verändernde Realität wahrnehmbar wird. Das Programm fordert dazu auf, über mentale und territoriale koloniale Grenzen hinweg zu denken. Bewegung und Migration werden als natürliche, andauernde Phänomene verstanden, als emanzipatorische Prozesse, die zwischenmenschliche Interaktionen fördern. 

Der neue Programmschwerpunkt Umwelt der ifa-Galerien schaut auf Spuren, die Kolonialisierung und Globalisierung in unserer Umwelt hinterlassen haben und begegnet weltweiten, lokalen Formen des Widerstands. Thematisiert werden die Zerstörung von Ökosystemen, Land Grabbing und die damit einhergehende Auslöschung von kulturellen Identitäten. Zugleich zeigt sich die Stärke indigener Lebens- und Naturkonzepte für die Gestaltung der Zukunft.

Konzept: Alya Sebti