Kunstvermittlung

Movement.Bewegung - Kapitel 1

Nach welchen Mustern bewegen wir uns? Was sind die Voraussetzungen, um sich bewegen zu können? Welche Bewegungsabläufe sind im institutionellen Raum – sei es im schulischen oder kulturellen Bereich – vorgesehen und welche Bewegungen werden sanktioniert? Wie werden Bewegungen gelenkt und geleitet? Und was passiert, wenn man sich den vorgegebenen Wegen widersetzt? Was bedeutet es, den gewohnten Bewegungsradius zu verschieben? Und wie kann die Institution selbst in Bewegung versetzt werden? Gemeinsam mit Akteur*innen mit unterschiedlichen Bewegungserfahrungen und -möglichkeiten durchschreitet das Vermittlungsprogramm vier künstlerische Forschungsfelder, in deren Verlauf eine gemeinsame Choreografie entsteht:

 1) Rhythmus und Pause: Atem. Körper im Raum. Den eigenen Standpunkt wahrnehmen. Ankommen.

2) Shift: Bewegung in Raum und Zeit. Verschiebung von Bedeutung. Den Rahmen ändern. Neue Blickwinkel.

3) Kontrapunkt: Gegenbewegung. Zwischenräume öffnen. Reibung erzeugen. Mehrstimmigkeit.

4) Manöver: Geschickt ausgeführte Richtungsänderung. Winkelzug. Mit dem Wind, gegen den Wind. Hand-Arbeit.

Projektleitung: Annika Niemann und Ev Fischer.


INTERLOOP

INTERLOOP

© Victoria Tomaschko, media resistance, 2017

Wissenstransfers: Praktiken, Reflexionen, Perspektiven

Mit INTERLOOP blickt die ifa-Galerie Berlin zurück auf das Recherche- und Ausstellungsprogramm Untie to Tie – Über koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften. Ein wesentlicher Teil war das umfangreiche Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm, das die vier Ausstellungen begleitete. INTERLOOP gibt Einblick in die Prozesse „hinter den Kulissen“,  teilt die Erfahrungen und Erkenntnisse und bringt sie in neue Konstellationen.

to interloop bezeichnet den (textilen) Vorgang des Verknüpfens, des Verschlingens oder Verbindens. Offene Werkstätten, Lese- und Hörstationen und diskursive Zugänge laden dazu ein, die unterschiedlichen Fäden des Themenjahres aufzunehmen und zu neuen Texturen zu verweben. In wöchentlichen Settings aus Praxis und Reflexion kommen Akteur*innen aus unterschiedlichen Kontexten zusammen und erproben nicht-hierarchische, kollektive Formen des Wissenstransfers:

Woche 1 widmet sich dem (Zu)Hören, den Klängen und ihren Resonanzen. Im Fokus steht Sound als subtile, nicht-materielle Form Botschaften zu transferieren, in den öffentlichen Raum zu intervenieren und Erfahrungen zu dokumentieren.

Woche 2 beschäftigt sich mit (Un-)Lesbarkeiten und Gegenlektüren. Im Experiment mit Strategien des Zwischen-den-Zeilen-Lesens, Markierens, Ausradierens und Überschreibens erproben wir den emanzipatorischen Umgang mit dem Wissens-Kanon, der in Schul-und Kinderbüchern vermittelt wird.

Woche 3 des INTERLOOP umkreist den Übergang – vom Körper zum Raum, von der Kunstinstitution in die Stadt, vom Themenjahr Über koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften zum neuen Fokus von Untie to Tie 2018–2019: Bewegung.

INTERLOOP – Eröffnung

© Victoria Tomaschko, media resistance, 2017

Eröffnungswochenende

Fr, 27. April 2018, 18 Uhr

Stresspad XXL 
Kollektive Sound Performance

Das Stresspad XXL ist ein analoges Soundinstrument, ein „Soundmachding“, das mit dem menschlichen Körper gesteuert wird. Mit Händen, Füßen oder Wangen lässt sich der Stromkreis schließen, sodass der kleine Operationsverstärker im Herzen der Maschine oszilliert, übersteuert und Krach macht. Trotz Steuerung ist es ab einem bestimmten Punkt nicht mehr möglich, die einfache Schaltung zu beherrschen. Die Apparatur macht sich selbstständig. Sie generiert unspezifische Reaktionen des Körpers, performative Gesten, die wieder in den Sound-Kreislauf eingespeist werden.

Zur Eröffnung von INTERLOOP sind die Besucher*innen der ifa-Galerie Berlin eingeladen, mit dem Stresspad zu interagieren, es gemeinsam zu steuern, zu manipulieren und so in den institutionellen Raum akustisch zu intervenieren. Es kann laut werden. (((

Das Stresspad XXL entstand im Rahmen des Vermittlungsprojekts „media resistance – Strategien des Widerstands“ (2017/2018) und wurde von den Soundkünstlern Gregor Pfeffer und Lukas Grundmann mit Schüler*innen des Oberstufenzentrums Mediengestaltung und -technologie gebaut. 

Mit freundlicher Unterstützung von:

media resistance (Projektfonds Kulturelle Bildung und Kulturagenten) 

INTERLOOP – OPENING

© Jorinde Splettstößer 2016

Sa, 28. April 2018, 14-17 Uhr

Taking Sides. Offene Zine-Werkstatt zu Solidarität im Widerstand 

Zines sind kleine, nicht-kommerzielle und selbstpublizierte Magazine oder Hefte, die nicht viel mehr bedürfen als einer Idee, Papier, Stiften und einem Kopierer. Generationen von jugendkulturellen, künstlerischen und sozialen Bewegungen haben Zines als Raum der Selbstbestimmung und Ermächtigung genutzt und zu Themen wie Feminismus, Körperpolitik, Punk oder Rassismus autonom publiziert.

Ausgehend von einem Blick in die Geschichte des antikolonialen Widerstands haben sich Schüler*innen des OSZ Bekleidung und Mode in einem zweitägigen Workshop mit heutigen Kämpfen gegen Rassismus, Sexismus und andere Diskriminierungsformen beschäftigt. Leitende Fragen waren: Was bedeutet Solidarität? Was bewirkt sie in alltäglichen und organisierten Kämpfen? Wie kann ich mich solidarisch äußern und was für eine Solidarität wünsche ich mir von und mit anderen? Die persönlichen Fragen und Positionierungen wurden in individuelle und kollektive Zines übersetzt.

Zum Gallery Weekend am 28. April 2018 teilen die Schüler*innen ihr praktisches Wissen in einer offenen Werkstatt: Besucher*innen der ifa-Galerie Berlin sind eingeladen, eigene Zines für solidarische und widerständige Ideen und Praktiken zu entwickeln.

Schüler*innen des OSZ Bekleidung und Mode mit Marlon van Rooyen und Jorinde Splettstößer (Künstler*in/Kunstvermittler*in) im Rahmen des Vermittlungsprojekts „media resistance – Strategien des Widerstands“ (2017/2018)

Mit freundlicher Unterstützung von:

media resistance (Projektfonds Kulturelle Bildung und Kulturagenten) 

INTERLOOP – WEEK 1

© Victoria Tomaschko, media resistance, 2017

Woche 1

(ZU)HÖREN

Woche 1 widmet sich dem aktiven Zuhören, Klängen und ihren Resonanzen. Im Fokus steht Sound als subtile, nicht-materielle Form, Botschaften zu transferieren, in den öffentlichen Raum zu intervenieren und Erfahrungen zu dokumentieren.

Do, 3. Mai 2018, 17-20.30 Uhr

17-18.45 Uhr: Klangzeich(n)en – Ein Soundworkshop

Auf der Grundlage spielerischer (Hin-)Hör- und Zeichenübungen wird das Zeichnen als erweitertes Hören erfahren. Ausgangspunkt sind die von Saout Radio (Younes Baba-Ali, Anna Raimondo) für Untie to Tie zusammengestellten Sonic Panoramas: Das Programm erforscht das Universum der Klangkunst, präsentiert unterschiedliche Herangehensweisen und ästhetische Erfahrungen und eröffnet einen Hörraum der Reflexion.

In dem Workshop gehen wir mit den Klängen und Stimmen der Hörstation in Resonanz und antworten auf das Gehörte mit unterschiedlichen Zeichenutensilien.

Mit Rebekka Uhlig (bildende Künstlerin und Stimmperformerin)

Um Anmeldung wird gebeten bis 30. April 2018 an: kunstvermittlung_at_ifa.de,  030 2844 9140

Ab 19 Uhr: Zwischen Faszination und Skepsis. Technologien im Feld der (Musik-) Vermittlung

Im Anschluss an den Workshop mit Rebekka Uhlig setzen wir uns mit digitalen und nicht-digitalen „MusikmachDingen“ – Instrumenten, Software und Apparaten – auseinander und fragen nach den Herausforderungen für Vermittler*innen durch digitale musikalische Technologien. Für die Gesprächsrunde sind Akteur*innen aus den Bereichen Musikwissenschaften, Softwareentwicklung und der Vermittlungspraxis angefragt.

Moderation: Carsten Cremer (Ethnologe und Medienwissenschaftler, Kulturagent)

INTERLOOP – WEEK 2

© Gregor Kasper, Schulbuchwerkstatt, 2017

Woche 2

RE-LEKTÜREN 

In Woche 2 beschäftigen wir uns mit (Un-)Lesbarkeiten und Gegenlektüren. Im Experiment mit Strategien des Zwischen-den-Zeilen-Lesens, Markierens, Ausradierens und Überschreibens erproben wir den emanzipatorischen Umgang mit dem Wissens-Kanon, der in Schul-und Kinderbüchern vermittelt wird.

Di, 8. Mai 2018, 17-20.30 Uhr

Schulbuchwerkstatt: Rassismus-kritische Perspektiven auf Schul- und Kinderbücher 

Im Sommersemester 2017 widmete sich Untie to Tie gemeinsam mit dem Institut für Kunst im Kontext/ Universität der Künste Berlin in einem Seminar der kritischen (Re-)Lektüre von Schul- und Kinderbüchern. Im Dialog mit Expert*innen, in Workshops und persönlichen Recherchen setzten sich die Studierenden mit folgenden Fragen auseinander:

Welche Bild- und welche Sprachpolitiken herrschen in Schul- und Kinderbüchern? Wer spricht wie über wen und was? Wie können wir uns kolonialen, rassifizierenden oder segregierenden Weisen der Darstellung bewusst werden? Und wie können wir ihnen begegnen? Welche Möglichkeiten der Kritik gibt es? Und welche Handlungsstrategien können entwickelt werden?

In einem experimentellen Format aus Praxis und Reflexion laden Teilnehmer*innen des Seminars und Expert*innen das Galeriepublikum, Lehrer*innen, Schüler*innen und Vermittler*innen ein, in einen Erfahrungsaustausch zu treten.

17-18.45 Uhr: Praxis – Künstlerischer Workshop

Teilnehmende sind eingeladen, eigene Schulbücher mitzubringen!

Um Anmeldung wird gebeten bis 4. Mai 2018 an: kunstvermittlung_at_ifa.de, 030 2844 9140

19-20.30 Uhr: Reflexion 

INTERLOOP – WEEK 3

Acto Ronda Ciega, documenta 14, Kassel 2017 © Archivo Histórico José Vial Armstrong

Woche 3

ÜBERGANG

Die letzte Woche des INTERLOOP umkreist den Übergang – vom Körper zum Raum, von der Kunstinstitution in die Stadt, vom Themenjahr Über koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften zum neuen Fokus Movement.Bewegung.

Mi, 16. Mai 2018, 19 Uhr

Gallery Reflection #5 Anthropologie, Verletzbarkeit und kuratorische Praxis

Ein Gespräch zwischen Alya Sebti (Direktorin, ifa-Galerie Berlin) und Jonas Tinius (Anthropologe, HU Berlin)

Thema dieses Gesprächs zwischen Alya Sebti und Jonas Tinius ist die Institutionalisierung und Destabilisierung kuratorischer und anthropologischer Methoden. In einem abschließenden Kommentar zu der 2016 initiierten Reihe der Gallery Reflections geht es auch um die Schwierigkeiten, die es mit sich bringt, einen derartigen Austausch in den Räumen der eigentlichen Institution zu entwickeln. Der im Rahmen des Programms von Untie to Tie stattfindende Dialog schlägt eine Brücke zwischen dem ersten Programmabschnitt Über koloniale Vermächtnisse und zeitgenössische Gesellschaften (2017–2018) und dem nächsten Schwerpunkt Movement.Bewegung (2018–2019), für den Jonas Tinius unter dem Titel „Alles fließt, nichts steht still“ eine Reihe von Gesprächen zu Migration und Bewegung koordinieren und moderieren wird.

Do, 17. Mai 2018, 17-20.00 Uhr

Ein Spaziergang des Ent- und Verdeckens: Körper, Stadt und Fest

Workshop und Fest

Seit ihrer Neugründung 1952 durch eine Gruppe von Architekt*innen, Poet*innen und Künstler*innen ist die Schule von Valparaíso als multidisziplinäres Projekt der Begegnung von Poesie, Kunst, Design und Architektur gewidmet. 1970 gründete die Gruppe 16 Kilometer nördlich von Valparaíso die Open City, einen Ort ohne institutionelle Zwänge, der durch die Einheit von Leben, Arbeit und Studium die ganzheitliche Erforschung der Beziehung zwischen Poesie und Handwerk ermöglicht.

Da die ifa-Galerie Berlin ein Programmabschnitt beendet und ein neues Kapitel zum Thema Bewegung eröffnet, möchten wir einige Traditionen der Open City weitergeben: „Begrüßungen und Verabschiedungen“ sind wichtige Prinzipien, die das kreative Umfeld der Schule von Valparaíso und ihre pädagogischen Praktiken prägen und anhand derer die Grenzen zwischen kollektivem Schaffen, Lernen, Spielen und Feiern ausgelotet werden.

In unserem Workshop gehen wir den Begriffen „dis-cover“ (ent-/aufdecken) und „under-cover“ (verdeckt/verdecken) nach, zwei Elemente, die sich dazu eignen, die Beziehungen zwischen Körper und Stadt, Gestik und Raum, Individuum und Kollektiv zu artikulieren. Wir beginnen mit einem kreativen Moment, in dem wir selbst Papierobjekte wie Masken und Kleidungsstücke herstellen, um unserem Spiel und unserem Fest eine Form zu verleihen. Dann folgt ein Spaziergang durch die Stadt als Spielplatz: Ausgestattet mit unseren Objekten streifen wir durch das nahe gelegene Viertel der ifa-Galerie Berlin und spielen mit der Ent- und Verdeckung von Stadt und Körpern. Bei einem abschließenden Umtrunk oder auch einer Agape, deren Gestaltung ganz uns überlassen bleibt, bringen wir unsere Festausstattung als Intervention in den Galerieraum ein.

Mit Daniela Salgado Cofré (Industriedesignerin) und Óscar Andrade Castro (Architekt), die zum Projekt der Open City gehören und an der School of Architecture and Design der Pontificia Universidad Católica de Valparaíso lehren.

The Workshop will be hold in English.

Um Anmeldung wird gebeten bis 14. Mai 2018 an: kunstvermittlung_at_ifa.de, 030 2844 9140

On Colonial Legacies - Chapter 4

Media Resistance

Ausgrenzung, Sprachlosigkeit und die Positionierungen dagegen: Welche Kanäle kann ich nutzen und welche Sprache noch sprechen? Im November 2017 startete in der ifa-Galerie Berlin das Kooperationsprojekt „media resistance – Strategien des Widerstands“. Seitdem erforschen Schüler*innen des Oberstufenzentrums (OSZ) Mediengestaltung und Medientechnologie und des OSZ Bekleidung und Mode widerständige ästhetische Praxen und ihre kostengünstige und einfache Verbreitung. Im Zentrum stehen analoge und subversive Wege der Kommunikation und Protestkultur: textil, auditiv, visuell. In einer Performance fordern die Schüler*innen den institutionellen Raum heraus. Mit großformatigen Siebdruckplakaten und kleinen, handlichen „zine“-Formaten tragen sie visuelle Botschaften in den Stadtraum. Sie nehmen Sounds aus der Nachbarschaft der Schulen auf, remixen diese, bevor sie in den öffentlichen Raum zurück getragen werden. Die Ergebnisse und Erfahrungen werden im Frühjahr 2018 in der ifa-Galerie Berlin präsentiert und online zur Verfügung gestellt.   

Projektleitung: Annika Niemann und Carsten Cremer

In Zusammenarbeit mit:

OSZ Mediengestaltung und Medientechnologie, OSZ Bekleidung und Mode, allourmemories. Büro für urbane Kommunikation, Serigraphica und die Künstler*innen und Kunstvermittler*innen Joao Albertini, Esra Ersen, Lukas Grundmann, Zille Homma Hamid, Satch Hoyt,
Sven Mühlender, Gregor Pfeffer, Marlon van Rooyen, Jorinde Splettstößer und Victoria Tomaschko

Mit freundlicher Unterstützung von:
Projektfonds Kulturelle Bildung und Landesprogramm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin.

On Colonial Legacies - Chapter 3

The topic of colonialism is often a blind spot in the curriculum of German schools. The art mediation programme at the ifa-Galerie Berlin has taken this as a point of departure for a critical, artistic survey. Pupils, teachers, mediators, and university students are invited to explore the topic of “colonial legacies” with its many perspectives and voices and to respond with their own comments, ideas for action, and questions. This will give rise to a transdisciplinary collection of material for further investigation and reflection in the practice-based realm of schools. Following a two-part seminar during the 2017 sum- mer semester in cooperation with the Institute for Art in Context at the Berlin University of the Arts, during which both current and histo- rical learning and teaching materials were examined as to their colo- nial legacies, now the practice-based project “media resistance” is beginning. It will involve pupils from two Berlin vocational schools and will be carried out in collaboration with the state-funded pro- gramme Kulturagenten für kreative Schulen Berlin (Cultural Agents for Creative Schools in Berlin).

Concept: Annika Niemann



On Colonial Legacies - Chapter 1

ifa art education - In cooperation with the Institute for Art in Context / Berlin University of the Arts 

This double seminar in the summer semester 2017 explores, together with artists as well as students from the university and from schools, the colonial legacies in contemporary and historical teaching and study materials. Guest speakers from the fields of general and artistic education present their approaches to decolonising educational work.

Selected events will be announced for public participation.

Critical (re)readings of school and children’s books The seminar is dedicated to an examination of school books and materials in regards to their penetrations in social, historical and political terms. Which politics of image and of language dominate at what time and in which context? How do we learn to recognise colonial, racialising or segregating modes of representation? (Seminar by Claudia Hummel)

“unlearn to learn” – Perspectives of decolonisation in the practice field of school The seminar takes as its point of departure this year’s programme of the ifa Gallery Berlin in order to collaboratively question colonial legacies in the context of school and to examine the possibilities of deconstructing them artistically and educationally. How are colonial power relations re-inscribed in the space of school and its teaching and study materials, and how can they be “unlearned”? (Seminar by Annika Niemann)